Freitag, 19. Juni 2026

Tag 34 - Hunnebostrand-Fjällbacka: Midsommer!

Mal wieder Südwind, aber wir wollen ja nach Norden und so fahren wir gemütlich durch das Schärenfahrwasser. 
Ralf aktiviert den Ausbaumer und wir fahren damit mehrer Manöver, bevor wir ihn kurz vor unserem Zielhafen bergen.
Alle an Bord helfen mit und es ist wirklich schön, die Jugend an Bord zu haben. Laura übt die Fenderknoten und Jan schießt die Großschot auf.
Sicherheitshalber haben wir einen Platz im Hafen reserviert und nach der Ankunft gibt es erst einmal Mittagessen.
Bisher war es eher kühl, aber heute können wir bei schönem, angenehm warmen Wetter im Cockpit entspannen.
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung ist dann die Midsommerfeier auf dem Ingrid-Bergmann-Platz am Hafen (Sie hatte hier ein Haus). Die Menschen sind festlich gekleidet, viele mit Blumenkränzen und anderen floralen Accessoires. 
Eine kleine Kapelle spielt offensichtlich bekannte Lieder, denn alle singen mit und tanzen dabei fröhlich um einen Maibaum, der festlich geschmückt ist (siehe auch Titelbild).
Für einen so kleinen Ort (890 Einwohner) sind erstaunlich viele Menschen gekommen. Jetzt sind auch alle Restaurants und Cafés offen und gut besetzt.
Laura, Jan und Ralf besteigen noch den Hausberg und klettern dabei durch eine Felsspalte (Fotos von Laura).
Von oben haben die drei einen wunderbaren Blick über Hafen und den Schärengarten, der das Segeln hier so abwechslungsreich macht (Foto von Laura).
Natürlich bleibt es jetzt sehr lange hell und es gibt dieses ganz spezielle goldene Abendlicht.
Die Verpflegung an Bord ist wirklich ausgezeichnet - so gab es heute zwei warme (und leckere Mahlzeiten). Zum Abschluss wird dann noch ein kleines Snackbord serviert - es geht uns wirklich gut!

Donnerstag, 18. Juni 2026

Tag 33 - Grundsund-Hunnebostrand: Starke Kontraste

Es ist grau und windig, als wir uns heute morgen auf den Weg nach Hunnebostrand machen. Der Wind kommt aus Westen mit einer ganz kleinen Südkomponente und wir hoffen, dass wir das Stück Richtung Nordwesten unter Segeln fahren können.
Laura gibt alles an der Großschot und sitzt ansonsten auf ihrem Lieblingsplatz im Heckkorb.
Jan hat wieder der Steuer übernommen und macht seine Sache sehr gut. Wir können tatsächlich den gewünschten Kurs fahren.
Es ist reichlich Wind und wir haben jeweils ein Reff im Groß und in der Fock. Trotzdem liegt die Triton noch auf dem Ohr und wir sausen nur so Richtung Ziel.
Aber dann können wir unseren Kurs ändern und laufen in ein schmales Fahrwasser zwischen Schären ein. Sofort sind die Wellen weg und das Boot segelt aufrechter. Mittlerweile ist auch die Sonne herausgekommen. Es geht unter der "Smögenbron" hindurch - wir haben bei unserem Besuch in Kungshamn mit Johanna und Paul dort oben gestanden (Foto von Laura).
Hier ist es sehr hübsch, aber das steigert sich noch, als wir durch den Sotekanalen fahren, der künstlich angelegt wurde. Eine Drehbrücke öffent sich für uns (siehe Titelbild) und wir können die Landschaft mit netten kleine Häusern Gänsen und Kühen genießen.
Wir sind heute schon früh losgefahren und erreichen unser Tagesziel Hunnebostrand um die Mittagszeit. Das gibt uns Gelegenheit, den hübschen Ort anzuschauen.
Ralf macht noch einen Spaziergang und entdeckt wunderschöne Stellen auf einer nahegelegenen Halbinsel (Foto von Ralf).
Nach dem Abendessen - Chili con carne mit Guacamole und Salat von Jan - wollen wir auch noch einmal dorthin.
Wir warten bis kurz vor Sonnenuntergang um 22:20 und klettern zunächst oben auf die kleine Schäreninsel.
Aber auch von unten ergeben sich reizvolle Ausblicke auf Landschaft, Meer und Himmel.
Leider verdecken beim eigentlichen Sonnenuntergang dann ein paar Wolken das Ereignis, aber trotzdem hat sich der Ausflug auf die Halbinsel gelohnt. Das war ein sehr abwechslungsreicher Tag mit starken Gegensätzen: erst das Segeln mit starkem Wind und Welle und dann die gemütliche Fahrt durch den Kanal. Der postkartenhübsche Ort und die wunderschöne Abendstimmung mit Blick aufs Meer...
 

Mittwoch, 17. Juni 2026

Tag 32 - Bächevik (Lyr)-Grundsund: Törnplanung nach Windrichtung

Wir verbringen einen gemütlichen Vormittag in unser Ankerbucht und Ralf und ich machen uns Gedanken, wohin wir in den nächsten Tagen segeln wollen. Da der Wind aus westlichen und südlichen Richtungen kommen wird, entscheiden wir uns, wieder zurück nach Norden zu fahren. Zusammen mit Laura und Jan, der dieses Bild gemacht hat, mache ich die Navigation für heute.
Dann gibt es noch ein leckeres Mittagessen mit Rote-Beete-Carpaccio von Laura und Bauernfrühstück von Jan.
Unsere Überlegungen sind richtig, denn wir können unseren Kurs komplett schnell und gut segeln.
Es gibt wieder einiges zu sehen und Laura schaut mit dem Fernglas ganz genau hin (siehe Titelbild). Wir treffen das Seenotboo MAI RASSY, dass von der Familie Rassy gestiftet wurde.
Teilweise ist das Fahrwasser so eng das wir gefühlt  fast zum Ufer greifen können wie hier in Gullholmen.
Unser Ziel für heute ist der kleine Ort Grundsund. Wir haben Glück und bekommen noch den letzten Liegeplatz. Ralf läuft eine Runde durch den Ort und fotografiert die kleine Kirche.
Der Hafen liegt geschützt an beiden Seiten einer schmalen Durchfahrt und hat die typischen falun-roten Häuser mit den weißen Details (Foto von Ralf).
Gegenüber liegen die nach uns gekommenen Boote im Päckchen. Eines ist gerade von einer Atlantikrunde zurückgekommen und zeigt die Flaggen der besuchten Länder.
 

Dienstag, 16. Juni 2026

Tag 31 - Skärhamn-Bächevik (Lyr): Ein Fall für Mr-Fix-It

Unsere Toilette an Bord wird mit Seewasser betrieben. Es gibt verschiedene Ventile, die geöffnet oder geschlossen werden müssen und einen Hebel, mit dem gepumpt wird. Schon gestern haben wir festgestellt, das dieser Hebel sich nicht mehr richtig bewegen lässt und heute ist Ralf angetreten, um das Problem zu beseitigen. Der erste Versuch erfolgt von außen mit einem Schlauch durch das Seeventil (siehe Titelbild) - leider ohne Erfolg. Während Ralf noch mit dem Schlauch hantiert, schaut Jan etwas skeptisch aus der Luke.
Dann macht Ralf sich auf den Weg zum Yachtausrüster, um einen Schlauch für den nächsten Reparatur-Versuch zu besorgen und wir nutzen den Schlauch, um die Scheiben zu "entsalzen".
Dann führt Mr-Fix-It eine Operation am offenen Herzen bzw. an der Ausleitung der Toilette durch. Neben fortgeschrittener Verkrustung findet er den Grund für die Blockade: letzte Woche hatte Ralf erfolglos das ganze Schiff nach einem seiner In-Ear-Kopfhörer durchsucht - und jetzt haben wir ihn gefunden: Er hat genau den richtigen Durchmessser für eine Totalblockade...
Mit dem neuen Schlauch ist der Schaden dann schnell repariert und Ralf ist unser Held für diesen Tag! Heute ist Sonne und wenig Wind vorhergesagt und wir beschließen in eine nahegelegene Ankerbucht zu fahren. Wir gleiten durch die wunderschöne Schärenlandschaft und heute sind kurze Hosen am Start.
Schon bald können wir das Großsegel bergen und kurz danach den Anker fallen lassen (Foto von Laura).
Es gibt Kaffee und Kuchen im Cockpit und dann pustet die Jugend das Beiboot auf und macht sich auf den Weg, um die Umgebung zu erkunden.
Sie klettern auf einen Hügel mit schöner Aussicht, finden einen Strand und wagen sich sogar ins kühle Wasser (Fotos von Laura).
Danach gibt es noch eine warme Dusche auf der Badeplattform und der ganze Ausflug hat den beiden sehr gut gefallen.
Nun genießen wir noch das goldene Abendlicht in unserer schönen Bucht und schauen der Sonne beim sehr langsamen Untergehen zu.
 

Montag, 15. Juni 2026

Tag 30 - Mollösund-Mossholmen-Skärhamn: Abschied von Johanna und Paul

Wir wollen heute Johanna und Paul zu einer Busstation bringen, von der aus sie den Hauptbahnhof von Göteborg gut erreichen können. Mit gutem Zeitpuffer machen wir uns auf den Weg. Heute steuert Laura und macht ihre Sache sehr gut.
Wir fahren zunächst wieder ein sehr enges Fahrwasser mit originellen Warnschildern, die auf die Gefahren der Untiefen hinweisen.
Teilweise geht es sehr dicht am Ufer vorbei und können uns die zahlreichen netten Häuser - jeweils mit eigenem Anlegesteg - anschauen. Die Fahrt ist abwechslungsreich durch die vielen unterschiedlichen Seezeichen, Felsen und den Gegenverkehr.
 
Wir kommen gut in Mossholmen an, essen zu Mittag und machen dort noch ein Foto vom "Team Triton" mit Crewwesten (siehe Titelbild), bevor wir Johanna und Paul zur Bushaltestelle direkt am Hafen begleiten.
Der Bus kommt pünktlich auf die Minute und dann sind wir nur noch zu viert. Aber auch die Zeit zu sechst auf dem Boot hat erstaulich gut geklappt. Es war zwar etwas eng im Cockpit, aber sonst gab es keine Probleme.
Leider gibt es hier keine Einkaufsmöglichkeiten und so beschließen wir, wieder ein Stück nach Norden in einen größeren Hafen zu fahren.
Mittlerweile ist der Wind recht kräftig geworden und so erlebt Laura nun auch noch eine Kreuz mit Maximalgeschwindigkeit.
Sie wird nicht seekrank und es ist nur ein kurzes Stück - schon bald können wir das Groß herunternehmen (Foto von Laura).
Das Fahrwasser wird ruhiger und die kleine Kirche von Skärhamn begrüßt uns mit einem Lächeln.
Wir stocken unsere Vorräte auf und können hier auch wieder Wäsche waschen. Heute hatten wir alle Windrichtungen von Raumwind bis Kreuzen und auch sehr unterschiedliche Windstärken, Sonne, Wolken und Regen - es wird nicht langweilig!